Einige kurze Worte zur Geschichte:

Jeder, der sich mit der Rasse befasst, wird sie kennen: die geschichtliche Odyssee des Weissen Schäferhundes oder wie er heute heisst, Berger Blanc Suisse.

Die Farbe „Weiß“ an sich kommt bei vielen Rassen vor, bereits in der Geschichte wurden weiße Hütehunde bevorzugt, weil man sie von den vorwiegend in der Dämmerung angreifenden Wölfen unterscheiden konnte. Somit ist es unverständlich, warum gerade die Farbe „weiß“ bei den Schäferhunden unerwünscht war.

Die ersten weißen Schäferhunde tauchen im Zusammenhang mit dem ersten Deutschen Schäferhund „Horand von Grafrath“ (auch als Hektor Linksrhein erwähnt) auf. Sein Großvater Greif war weiß und über Horand wurde die Farbe an die Nachkommen weiter gegeben.

Im Jahre 1933 änderte der SV seinen Standard und schloss die Farbe „weiß“ als Fehlfarbe aus, nachdem sie in den Jahren zuvor schon mehr und mehr ausgegrenzt wurde.

Als Folge verschwanden die Weißen Schäferhunde fast vollständig aus Europa. In den USA und Kanada fanden sich aber Liebhaber, die diese Hunde weiter züchteten. Im Jahre 1967 gelangte der Rüde „Lobo White Burch“ zurück in die Schweiz. Seine Besitzerin Agatha Burch zog aus den USA zurück in die Schweiz und brachte ihren Rüden mit. Der Hund legte diverse Prüfungen mit Bravour in nur kürzester Zeit ab. Er wurde mit einer aus England importierten Hündin namens „Blinkbonnys White Lilac“ verpaart.

Nach Deutschland gelangten die Weißen Schäferhunde erst fast 10 Jahre später, als Martin Faustmann einen Rüden namens „Champion von Kron“ und später die Hündin „Rani von Finn“ aus dem Zwinger von Kurt Kron aus der Schweiz erwarb und mit ihnen die Zucht begann.

Diese beiden Hunde gelten als erstes Zuchtpaar in Deutschland und finden sich in fast allen Ahnenreihen der Weißen Schäferhunde.

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© Kai Seebacher