Rettungshunde

 

 

 

Mary wird in der Rettungshundestaffel 5-Seen-Land zum Rettungshund für die Flächensuche ausgebildet, was ihr und mir sehr viel Spaß bereitet und außerdem eine sinnvolle und nützliche Aufgabe ist. So ausgeglichen und ruhig Mary zuhause ist, im Training ist sie hochmotiviert und kaum zu bremsen.

Bei der Flächensuche sucht ein Rettungshund in Wäldern und unwegsamen Gelände selbständig und ohne Leine meist mit halbhoher Nase (sog. Hochwindsuche) nach menschlicher Witterung, um die vermisste Person schnellstmöglich aufspüren zu können. Hierfür ist eine gute Bindung zwischen Hund und Hundeführer sowie ein guter Gehorsam des Hundes unabdingbar, damit der Hund auch in eventuellen Gefahrensituationen abgerufen oder gelenkt werden kann.
Nach Auffinden der vermissten Person muss der Hund dem Hundeführer seinen Fund anzeigen. Hierfür stehen bei der Ausbildung, je nach Veranlagung und Charakter des Hundes, verschiedene Verweisarten zur Verfügung.

Mary wird zum sogenannten Freiverweiser ausgebildet. Dabei läuft der Hund nach dem Auffinden der vermissten Person direkt und unverzüglich zu seinem Hundeführer und zeigt diesem durch Anspringen, Vorsitzen, Anbellen etc. an, dass er gefunden hat und führt seinen Hundeführer, je nach Ausbildung frei oder angeleint, zur vermissten Person zurück.

Ein voll ausgebildeter Flächensuchhund ist dabei in der Lage, innerhalb von 30 Minuten ca. 50.000 qm abzusuchen.

Diese Arbeit lastet die Hunde einerseits gut aus, andererseits ist die Nasenarbeit den Hunden praktisch "in die Wiege gelegt" und macht Mary, wie erwähnt, eine Riesenfreude.

Die Ausbildung erfolgt ausschließlich mit Spiel und Spaß, so dass eine innige Beziehung und eine Vertrauensbasis zwischen Hund und Hundeführer geschaffen werden kann. Jede Übung endet entweder mit einem lustigen Spiel oder einer tollen Futterbelohnung. Die Hunde arbeiten daher nicht aus Zwang, sondern mit großer Freude an der Sucharbeit. 

Die gesamte Ausbildung dauert ca. 2-3 Jahre. Mary hat mittlerweile den Wesens- und Eignungstest für Rettungshunde mit "Sehr Gut" bestanden.

 

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© Kai Seebacher